Fahrten als Werbungskosten in der Ausbildung

Für Auszubildende stellt sich die Frage, ob sie ihre Fahrten zum Ausbildungsbetrieb nach Reisekostengrundsätzen mit 30 Cent pro gefahrenem Kilometer ansetzen können. Bisher erkennt das Finanzamt nur die Entfernungspauschale an. Zumindest für Studenten und ihre Fahrten zur Hochschule/Universität hat der Bundesfinanzhof die 30 Cent pro Kilometer angewandt.
(BFH, Urteil vom 9.2.2012, Az. VI R 44/10)

Kinderbetreuung, Au-Pair, Angehörige

Der Gesetzgeber hat die Kinderbetreuungskosten ab dem Jahr 2012 neu geregelt. Ab dem 1.1.2012 sind diese nur noch als Sonderausgaben abziehbar. Das BMF-Schreiben vom 14.03.2012 regelt dazu weitere Einzelheiten. U.a. welche Kosten berücksichtigt werden, wie die Betreuung durch Angehörige, z.B. Großeltern vereinbart werden muss und die Zahlungsweise.
(BMF-Schreiben vom 14.03.2012, Az. IV C 4 – S 2221/07/0012)

Erbschaften

In der Verfügung der OFD Frankfurt vom 13.08.2012 sind Informationspflichten der Finanzämter untereinander geregelt. So informiert z.B. das Erbschaftsteuerfinanzamt das Einkommensteuerfinanzamt, wenn der Reinwert der Erbschaft über 250.000 Euro oder das Kapitalvermögen über 50.000 Euro liegt. Dadurch kann u.a. geprüft werden, ob in der Vergangenheit Zinsen versteuert wurden.
(Quelle: OFD Frankfurt, Verfügung vom 13.8.2012, Az. S 3715 A – 2 – St 119)

Pauschbeträge für Auslandsreisen ab 2013

Das BMF hat zur steuerlichen Behandlung von Reisekosten und Reisekostenvergütungen bei betrieblich und beruflich veranlassten Auslandsreisen ab dem 1.1.2013 Stellung genommen (BMF, Schreiben v. 17.12.2012).
Das Schreiben gilt entsprechend für die doppelte Haushaltsführung im Ausland. Die pauschalen Übernachtungskosten sind nur in Fällen der Arbeitgebererstattung anzuwenden. Für Werbungskosten und Betriebsausgaben sind weiter nur die tatsächlichen Übernachtungskosten maßgebend.

Neu und in eigener Sache

Kooperation mit der Steuerkanzlei Wiest in Ottobeuren

 

Steuerabkommen Deutschland – Schweiz ist nun endgültig gescheitert

Im Vermittlungsausschuss ist das geplante Steuerabkommen ziwschen Deutschland und der Schweiz gescheitert. Ob und wann neue Verhandlungen aufgenommen werden, bleibt abzuwarten. Vorerst bleibt es bei der Praxis der „Zufallsfunde“ und der Amtshilfe.